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#bckirche

Kirche im Internet? Da denken die einen an die Gemeindehomepage, den Twitteraccount des Papstes (ja, er hat einen!) oder vielleicht an die eine oder andere Facebookseite. Doch es gibt noch mehr als das. Viel mehr. Was alles möglich ist und wer die Leute sind, die es machen, konnte man beim BarCamp Kirche in Essen erleben. Um es kurz zu machen: Es war spannend und inspirierend. Hier sind meine ganz persönlichen (und völlig untechnischen) Eindrücke. #bckirche weiterlesen

Schau genau

 

Die eine hat 16 Seiten, der andere kostet 31 Millionen und beide sind zur Zeit die Topmeldungen, wenn es um die Katholische Kirche geht. Doch die Handreichung zur Pastoral bei wiederverheirateten Geschiedenen und der neue Limburger Bischofssitz haben noch mehr gemeinsam. Sie zeigen, wie wichtig es ist bei allem, was über kirchliche Themen berichtet wird, ganz genau hinzuschauen und sich eine eigene Meinung zu bilden.

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Hört, wie sie übereinander reden

Harald Stollmeier nimmt im Moralblog das berühmte Zitat von Tertullian (Seht, wie sie einander lieben) zum Aufhänger, um über das Miteinander der verschiedenen Strömungen in der katholischen Kirche nachzudenken. Gute Gedanken, wie ich finde.

Es ist in der Tat ein wenig schmerzhaft zu sehen, mit welchem Eifer Vertreter beider Gruppen jeden Tag mit spitzer Feder in den ideologischen Grabenkrieg ziehen. Dabei geht es jedoch nicht nur um den Umgang miteinander. Hört, wie sie übereinander reden weiterlesen

Geschiedene Leute

Nun sind die deutschen Diözesen und Professor Pfeiffer geschiedene Leute. Doch wer der Kirche nun eine Blockadehaltung oder mangelnden Willen unterstellt, schüttet nicht nur das Kind mit dem Bad aus, er liegt auch falsch.

Mit dem Schritt, sämtliche Personalakten zugänglich zu machen, ist die Kirche sehr weit gegangen. Stellen wir uns einfach folgendes vor: Die Krankenkassen werfen Ärztinnen und Ärzten Bestechlichkeit vor, und es kommt zu Unregelmäßigkeiten bei der Organspende. Beides sind strafbare Handlungen. Um diese Delikte zu untersuchen, beschließt man ein Gesetz, das alle Krankenhausträger verpflichtet, die Personalakten des Klinikpersonals offen zu legen. Ich möchte mir weder die allgemeine Empörung vorstellen, noch auf die verbleibende Amtszeit des Gesundheitsministers wetten.

Doch genau das haben die Bischöfe getan. Und damit ihre Fürsorgepflicht als Arbeitgeber hinten angestellt, um einem höheren Ziel, nämlich der Aufklärung zu dienen. Dass dann aber Diskretion, Datenschutz und Vertrauen in den Leiter der Studie die allergrößte Rolle spielen, liegt auf der Hand.

Wer sich dieses Zwiespalts bewusst ist, der bringt Verständnis dafür auf, dass die Bischöfe einem Projektleiter, mit dem sie sich nicht verständigen können und dem sie nicht mehr vertrauen, den Auftrag entziehen. Dies geschah freilich nicht vorschnell oder im Hauruck-Verfahren, sondern erst nach einem Mediationsprozess. Hätte man die Studie seitens der Kirche torpedieren wollen, hätte man auf diese aufwendige Vorgehensweise verzichten können. Andererseits leuchtet auch nicht ein, warum ausgerechnet diese eine Studie verhindert werden sollte, während Untersuchungen bereits im Bistum München-Freising durchgeführt wurden, der Kriminologe Norbert Leygraf seine Studie durchführen und seine Ergebnisse publizieren konnte und der Abschlussbericht der Missbrauchshotline ebenfalls der Öffentlichkeit vorgestellt wurde. Denn wer etwas unter den Teppich kehren wollte, müsste der nicht alles verschwinden lassen?

Aber auch, wenn die Vorwürfe nicht überzeugen – das Ansehen der Kirche ist weiter beschädigt. Jetzt muss die Studie mit einem neuen Partner zügig zu Ende geführt und publiziert werden. Dies ist die Kirche vor allem den vielen Opfern schuldig, deren Zahl in die Tausende geht. Und wer die bisherigen Anstrengungen sieht, kann am Willen der Bischöfe keine Zweifel haben.