Archiv der Kategorie: Kirche

#bckirche

Kirche im Internet? Da denken die einen an die Gemeindehomepage, den Twitteraccount des Papstes (ja, er hat einen!) oder vielleicht an die eine oder andere Facebookseite. Doch es gibt noch mehr als das. Viel mehr. Was alles möglich ist und wer die Leute sind, die es machen, konnte man beim BarCamp Kirche in Essen erleben. Um es kurz zu machen: Es war spannend und inspirierend. Hier sind meine ganz persönlichen (und völlig untechnischen) Eindrücke. #bckirche weiterlesen

#ichwillzukunft

Mein Beitrag zur Blogparade von Adveniat

Seit ein paar Monaten hat Zukunft für mich ein Gesicht. Das meiner Tochter. Und mir wird bewusst: Seit ich Papa bin bin ich nicht nur für meine Zukunft verantwortlich, sondern auch für die meines Kindes. Denn wenn jemand Zukunft will, dann ja wohl Kinder. Aber wie macht man das? Wie wird ein Kind fit für die Zukunft? #ichwillzukunft weiterlesen

Schau genau

 

Die eine hat 16 Seiten, der andere kostet 31 Millionen und beide sind zur Zeit die Topmeldungen, wenn es um die Katholische Kirche geht. Doch die Handreichung zur Pastoral bei wiederverheirateten Geschiedenen und der neue Limburger Bischofssitz haben noch mehr gemeinsam. Sie zeigen, wie wichtig es ist bei allem, was über kirchliche Themen berichtet wird, ganz genau hinzuschauen und sich eine eigene Meinung zu bilden.

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Hört, wie sie übereinander reden

Harald Stollmeier nimmt im Moralblog das berühmte Zitat von Tertullian (Seht, wie sie einander lieben) zum Aufhänger, um über das Miteinander der verschiedenen Strömungen in der katholischen Kirche nachzudenken. Gute Gedanken, wie ich finde.

Es ist in der Tat ein wenig schmerzhaft zu sehen, mit welchem Eifer Vertreter beider Gruppen jeden Tag mit spitzer Feder in den ideologischen Grabenkrieg ziehen. Dabei geht es jedoch nicht nur um den Umgang miteinander. Hört, wie sie übereinander reden weiterlesen

Der leise Lehrer

Es darf wieder spekuliert werden: Wer von denen, die ins Konklave ziehen, wird als Papst wieder herauskommen? Jeder Kommentator hat einen Wunsch frei und so mancher Möchtegern-Dan Brown sieht Verschwörer und Strippenzieher hinter jeder Säule des Petersplatzes ihr Ränkespiel treiben. Ich muss darüber allenfalls schmunzeln, lehne mich zurück und darf darauf vertrauen, dass der Heilige Geist das schon alles richten wird.

Trotzdem denke ich darüber nach, wie ich dieses Pontifikat empfunden habe. Wie habe ich den „Wir-sind-Papst“-Papst erlebt?

Mir wird vor allem seine Bescheidenheit in Erinnerung bleiben. Diese Überwältigung in seinem Gesicht auf dem Hügel auf dem Marienfeld beim Weltjugendtag. Als könnte er nicht fassen, dass die ganzen Jugendlichen zu ihm gekommen waren. Dass er als bedeutender Theologe und Oberhaupt der katholischen Kirche im Vorwort seines Jesus-Buches die Leserinnen und Leser um Sympathie bittet und klarstellt, dass jedem frei steht, im zu widersprechen. Das sind nicht die Worte eines „Panzerkardinals“ auf dem Stuhl Petri.

Und er war ein Lehrender. Kein Manager, kein Anführer mit Anspruch auf Personenkult. Ihm ging es darum, den Glauben zu verkünden und zu erklären. Das hat er getan, in Reden, Vorträgen und nicht zuletzt in seinen Jesus-Büchern. Gelehrt, gebildet und auf hohem Niveau. Und vielleicht war das eines der Probleme seines Pontifikates: Eine Gesellschaft, in der Nachrichten auf 140 Zeichen schrumpfen, Informationen häppchenweise aufbereitet werden müssen und selbst so etwas Kompliziertes wie eine Steuerreform doch bitteschön auf einen Bierdeckel zu passen hat, nimmt sich nicht die Zeit, Argumentationsketten zu folgen oder Gedankengebäude zu erkunden. Vielleicht wird uns erst die Geschichte zeigen, was für einen großen Papst wir hatten. Damals, als wir Papst waren.

Übrigens: Hier geht es zu Bildern vom Papstbesuch in Freiburg